Treppenlift: Was er kostet und worauf es ankommt
Ein Treppenlift kann den Unterschied machen, ob jemand im eigenen Haus bleiben kann. Die Preise schwanken stark. Hier sehen Sie, wovon sie abhängen und wie Sie sparen.
Welche Treppenlifte gibt es?
Sitzlift
Der Klassiker. Man fährt sitzend, Sitz und Fußstütze lassen sich hochklappen. Passt auf die meisten Treppen im Haus.
Stehlift
Für sehr schmale Treppen. Man fährt stehend auf einer kleinen Plattform.
Plattformlift
Mit großer Plattform statt Sitz. Braucht deutlich mehr Platz an der Treppe.
Außenlift
Wetterfeste Ausführung für Treppen vor dem Haus oder zum Garten.
Was kostet ein Treppenlift?
Die folgenden Spannen sind typische Richtwerte für neue Lifte inklusive Montage. Das genaue Angebot hängt immer von Ihrer Treppe ab.
| Ausführung | Typische Spanne |
|---|---|
| Sitzlift, gerade Treppe | ca. 3.500 bis 7.000 € |
| Sitzlift, kurvige Treppe oder mit Podest | ca. 8.000 bis 15.000 € |
| Sitzlift über mehrere Etagen | ab ca. 12.000 € |
| Plattformlift | ca. 10.000 bis 20.000 € |
| Außenlift | Aufpreis gegenüber Innenlift, je nach Witterungsschutz |
Wovon hängt der Preis ab?
- Form der Treppe: Bei einer geraden Treppe kommt die Schiene aus Standardteilen. Bei Kurven oder Podesten wird sie individuell vermessen und gebogen.
- Länge und Etagen: Jeder Meter Schiene und jede weitere Etage kosten extra.
- Innen oder außen: Außenlifte brauchen Wetterschutz und robustere Technik.
- Ausstattung: Drehbarer Sitz, Fernbedienung, Klappschiene am unteren Ende, wenn die Schiene eine Tür blockieren würde.
- Platz an der Treppe: Bei sehr schmalen Treppen sind Sondermodelle nötig.
Laufende Kosten
Ein Treppenlift läuft mit Akku und wird über eine normale Steckdose geladen. Der Strom kostet nur wenige Euro im Jahr. Wichtiger ist die Wartung: Viele Hersteller empfehlen eine jährliche Prüfung, die je nach Anbieter grob im Bereich von 150 bis 300 € liegt. Fragen Sie im Angebot gezielt nach Wartungskosten, Garantie und Reaktionszeit bei Störungen.
So sparen Sie
- Zuschüsse und Förderkredit: Je nach Situation gibt es Zuschüsse und den KfW-Kredit 159. Förderung im Überblick.
- Steuerbonus: 20 % der Arbeitskosten sind als Handwerkerleistung absetzbar, höchstens 1.200 € im Jahr (§ 35a EStG).
- Gebraucht oder gemietet: Bei geraden Treppen bieten manche Hersteller aufbereitete Lifte oder Mietmodelle an. Bei kurvigen Treppen ist das selten möglich, weil die Schiene maßgefertigt ist.
- Mehrere Angebote: Lassen Sie sich die Preise für vergleichbare Ausstattung aufschlüsseln.
Ablauf vom Angebot bis zum Einbau
- Anfrage: Sie beschreiben Treppe, Etagen und Zeitrahmen.
- Beratung vor Ort: Ein Fachberater vermisst die Treppe und klärt die passende Ausführung. Das ist in der Regel kostenlos.
- Angebot und Kostenvoranschlag: Wenn Sie einen Zuschuss nutzen möchten, reichen Sie den Kostenvoranschlag ein, bevor Sie den Auftrag erteilen.
- Fertigung: Gerade Schienen sind oft in wenigen Tagen lieferbar, kurvige brauchen meist mehrere Wochen.
- Einbau: Meist an einem Tag, ohne Umbau der Treppe. Die Schiene wird an den Stufen befestigt, nicht an der Wand.
Alle Angaben sind Richtwerte und ersetzen keine individuelle Beratung durch Fachbetrieb, Förderstelle oder Steuerberatung.